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EDIÇÃO 9 30 de abril de 2004
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STURM AND DRANG (1767-1785/90) "TEMPESTADE E ÍMPETO"
Carlos Bechtinger
Aluno do 5º período do curso de Letras - campus Rebouças
Leciona alemão e faz traduções

Die Epoche des Sturm und Drang ist eine Folge der Aufklärung: Die junge generation wehrte sich gegen das Zweckmässigkeitsdenken und gegen die Betonung der Vernunft. Die von der Renaissance entdeckte Individualität wurde zum Programm; die Einheit von Leib, Seele und Geist bestimmte den Menschen bereits. Es handelt sich um eine Bewegung, die nicht allein auf literarische Phänomene beschränkt ist, wohl aber Literatur zu ihrem wichtigsten kommunikativen Medium macht. Der Sturm und Drang nimmt eine ausdrücklich anti-systematische und anti-gelehrte Haltung ein, die sich der konsistenten Darstellung verweigert. Vornehmlich sind die literarischen Zirkel in Straßburg, Frankfurt am Main oder Göttingen zu nennen. Jenseits einer streitbaren Verständigung auf Grundelemente literarischer Form und Funktion aber bleibt der Sturm und Drang eine Bewegung von Individualisten, die sich in ihren Ansichten und Werken deutlich voneinander unterscheiden. Von großer Bedeutung für den Sturm und Drang ist die Vorstellung vom Genie. Sie geht zurück auf das Konzept einer Genieästhetik, die in der natürlichen Begabung des literarischen Autors den eigentlichen Ursprung seiner schöpferischen Leistung sieht. Im Sturm und Drang wird diese Auffassung gesteigert: das Genie verfügt über eine schöpferische Begabung, die es alle Regeln und Maßstäbe sprengen lässt; der Autor wird zum ›Original-‹ und ›Kraftgenie‹.. Im Gegensatz zur naturwissenschaftlichen Vorstellung der Aufklärung, die alles als Mechanik auffasst, orientiert sich der Sturm und Drang - wie später teilweise die Klassik - an der Idee organischer Kräfte. In Jakob Michael Reinhold Lenz' Abhandlung über Götz von Berlichingen wird der Gegensatz von bürgerlich-gelehrter Ordnung und aufbrechender Lebenskraft, von von Mechanik und organischer Kraft besonders deutlich formuliert.) Die Texte, die unter diesen Voraussetzungen entstehen, gelten als Originalwerke, diese Auffassung vom Text, seiner Entstehung (und mitunter anschließender Veränderung und Weiterentwicklung) steht am Beginn eines neuen Werkbegriffs.o Herz: Das Zentrum des Genies ist sein Herz. In ihm wird sowohl die organische Grundlage aller Kraftentfaltung, als auch der Ort der Gefühle und wichtigen Charaktereigenschaften - Tugend, Freiheitsliebe und sinnlich-ästhetische Fähigkeiten - gesehen. Programmatisch legt Friedrich Leopold Stolberg diese Bestimmungen in seinem begeisterten Aufsatz Über die Fülle des Herzens dar. Goethes Prometheus - Hymne beschwört auch das "heilig glühend Herz". Fühlen und Handeln werden weitaus höher geschätzt als Denken und Räsonnieren. In dieser Hinsicht ähnelt der Sturm und Drang der Empfindsamkeit - Die empfindsame Literatur hatte ihre Wurzeln im Pietismus(1670-1740).Unter Pietismus versteht man protestantische Bestrebung zur Erneuerung und intensivierung des religiösen Lebens.Das religiöse Gefühl unddie christliche Nächstenliebe fanden in der empfindsamen Literatur ihre Fortsetzung.Es war die grosse Zeit der Briefe,Tagebücher,der schwärmerischen Freundschaften.Auflärung und Empfindsamen Literatur blieben miteinander verbunden; allerdings steigert er die Bedeutung der Gefühle radikal.

Insofern entsteht ein unvermittelter Gegensatz zwischen einer leidenden empfindsamen Position und dem Aufbruchsgestus des Sturm und Drang. Das Verständnisvolle, Mitleidige des empfindsamen Gestus wird abgelehnt, verächtlich ausgegrenzt als ›Empfindelei‹. Herz und Gefühl stehen für den Sturm und Drang in Verbindung mit einer starken, tätigen Natur, nicht mit der idyllischen Genusses. Trotz dieser anti-rationalen Selbstbestimmung , ist diese Bewegung keineswegs Gegensatz von Rationalität und Irrationalität (Gefühlsherrschaft).

Der vornehmste Ausdruck des Genies sind in der zeitgenössischen Vorstellung jedoch weder seine Worte noch seine Schriften, sondern seine Taten. Als Bewegung ist der Sturm und Drang daher keineswegs allein an Schöner Literatur interessiert, er beschränkt sich nicht auf den Vortrag, die Veröffentlichung und Diskussion von Texten. Die Beteiligten sind dabei jedoch nicht konkret politisch engagiert, sondern fühlen sich eher als künstlerische Außenseiter der adligen und bürgerlichen Ordnung. Nach Georg Lukács wird die Epoche des Sturm und Drang als ergänzendes, neues,dynamisches Stadium der Aufklärung verstanden Sie verabscheuen despotische Herrschaft (Tyrannei), ob sie nun als politische Machtausübung absolutistischer Fürsten auftritt oder als patriarchale Überwachung jugendlicher Gefühle und Lebensplanung. Deshalb kann die Gruppe der Stürmer und Dränger auch als soziale Bewegung gelten. Bestätigung für ihre Auffassung vom ursprünglichen, zivilisatorisch ungeprägten Menschen suchen sie in der Geschichte: germanische Vorzeit, nordisch-mythologische Entwürfe und das Mittelalter werden erforscht und literarisch verarbeitet. Gesucht werden ebenfalls genuine literarische Formen aus dem ursprünglichen Geist älterer Zeiten. Es wächst das Interesse am Volkslied und an den Epen aus den nordeuropäischen Kulturkreisen, besonders beliebt sind die vermeintlich alten Texte Ossians. Herder ist einer der Ersten, der mit Sammlungen und Forschungen zur Geschichte des volkstümlichen Lieds anthologische Texte. Entdeckt, ediert - und teilweise nachgeahmt oder sogar als gefälscht. Herder schrieb einmal,dass wer sich mit der Literatur eines Landes beschäftigte,musste ihre Sprache auch nicht aus der Acht lassen (...) der Genius der Sprache war also der Genius von der Literatur einer Nation.

Die Stürmer und Dränger suchen die Wahrnehmung und Darstellung einer aktuellen oder historischen Wirklichkeit, um darin die entfremdeten menschlichen Bewusstseins- und Umgangsformen offen zu legen und zu kritisieren. Literatur wird zum Medium der kritisch-distanzierten Wirklichkeitsdarstellung. Dabei werden nun nicht mehr - wie in der Aufklärung - regelkonforme, philosophisch begründete und rhetorisch kontrollierte Verfahren der Naturnachahmung angewendet, sondern scheinbar ungekünstelte, kunstlose Formen. Freilich: bei allem Anspruch auf getreue Darstellung lebhafter Gemütsbewegungen und Handlungen - Erfahrungswirklichkeit wird auch hier zwangsläufig stilisiert und kunstvoll ausgeformt. Die verwendeten Stilmittel zielen im Wesentlichen auf eine gesteigerte Emphase bei der Darstellung von Gefühlsregungen. Begleitet wird der Kult um die Genialität durch eine "genialische" Lebensform.

Der Autor tritt nicht mehr bescheiden auf, sondern auffällig und anmaßend. Die Kritik der älteren und stilleren Schriftsteller im Lande richtet sich denn auch schnell gegen die als lästig empfundene Selbstdarstellung der Genies: sie werden in ihren übertreibenden Texten und ihren illusorischen Leitideen als unbeherrschte und unseriöse junge Männer lächerlich gemacht. Lyrik und Drama sind im Sturm und Drang weitaus häufiger vertreten als der Roman. Ihre Abhandlungen neigen mehr zur essayistischen als zur sachlichen Darstellungsform.

Quelle: Deutsche Literatur in Epochen-Barbara Baumann-Max Hueber Verlag-1.Auflage -München
Fonte de pesquisa: Amor, paixão e ironia: poesia do romantismo alemão
Rio de Janeiro - Meurer, Flávio / Civilização Brasileira, 1995

A época da Tempestade e ímpeto é uma conseqüência do Iluminismo. A jovem geração defende-se da acentuação da razão. A individualidade, descoberta na Renascença, tornou-se um projeto ou um programa a ser seguido; a união do corpo, alma e espírito já marcavam o homem. Trata-se de um movimento que não se limitou apenas aos fenômenos literários. A Tempestade e ímpeto toma expressamente uma posição, uma postura anti-sistemática e anti-erudita, que se recusava a uma apresentação consistente.

Dignos de serem mencionados são principalmente os círculos literários em Estrasburgo, Frankfurt do Meno ou Göttingen. Além de um entendimento discutido sobre os elementos fundamentais da forma e função literária, o movimento fica sendo também visto como um movimento de individualistas, que se distinguem claramente dos outros através de seus pontos de vista e obras.

De grande importância para o movimento, Tempestade e ímpeto é a concepção do gênio. Ela volta ao conceito de uma estética do gênio artístico produtivo, que, na vocação original do autor literário, vê a origem verdadeira da sua performance criadora. Em Tempestade e ímpeto essa interpretação é salientada; o gênio dispõe de um dom criador, que rompe com todas as regras e medidas; o autor vem a ser o "original" e "a força do gênio".

O movimento Tempestade e ímpeto orienta-se em contraposição à idéia da ciência física e natural do Iluminismo, que entende tudo como mecânico – como mais tarde, em parte do período clássico – na idéia das forças orgânicas. No ensaio de Jakob Michael Reinhold Lenz sobre Götz von Berlichingen, o antagonismo ou a oposição à ordem do ensinamento burguês e do rebento vital, da força mecânica e orgânica são claramente formuladas. Os textos, que resultam dessas condições prévias, são tidos como obras originais; essa concepção de texto, seu resultado (e por vezes subseqüentemente de mudança e desenvolvimento contínuo) está no começo de uma concepção nova de obra.

Coração – o centro do gênio é seu coração. Nele é visto tanto o princípio orgânico de todos os desdobramentos da força, como também o lugar dos sentimentos e importantes propriedades de carácter, como – virtude, amor à liberdade e capacidade estético-sensual ou erótica. Programático, expõe Friedrich Leopold Stolberg essas certezas em seu entusiasmado ensaio sobre a plenitude do coração. Goethe, em sua obra Prometheus também suplica, evoca o "santo coração ardente". Isso é o polo inverso para a Razão – sentir e negociar são mais apreciados do que o pensar e reclamar.

A esse respeito, o movimento Tempestade e ímpeto se asemelha à "sensibildade" – a literatura sentimental tinha suas raízes no pietismo (1670-1740). Sobre pietismo entende-se o esforço protestante para a renovação e intensificação da vida religiosa. O sentimento religioso e o amor ao próximo, cristão, encontraram na literatura sentimental sua continuação. Foi o tempo áureo das cartas, diários e amizades exaltadas, entusiásticas.

Iluminismo e literatura sentimental ficaram ligadas uma a outra; sem dúvida, cresce radicalmente o significado dos sentimentos. Até aqui há um repentino antagonismo entre uma posição sentimental doentia e o gesto fáustico da Tempestade e ímpeto. A compreensão, a piedade do gesto sentimental é recusado, exposto com désdem como algo "meloso".

Coração e sentimento estão em contato com uma natureza forte e ativa no período de Tempestade e ímpeto e não com a moderação moralista e não com o prazer idílico. Apesar dessa auto-determinação anti-racional, esse movimento não é, de modo algum, oposição à racionalidade com a irracionalidade (predominância de sentimento). A expressão mais nobre do gênio não está na concepção contemporânea, nem contudo nas suas palavras ou suas escritas, e sim nos seus feitos. Como movimento, Tempestade e ímpeto não está de maneira nenhuma somente interessado na "Beletrista-Bellettriste", que ama e cultiva as belas letras. Ele se limita à exposição, à publicação e discussão de textos.

Os participantes ou envolvidos nesse movimento não estão com isso, todavia, politicamente engajados, e se sentem, sim, antes de tudo, como observadores artísticos dos nobres e da ordem burguesa. Essa época de Tempestade e ímpeto é, segundo Georg Lukács, entendida como estado novo, dinâmico e complementar do Iluminismo. Eles abominam a soberania déspota (tirania). Por isso o grupo dos tempestuosos e impetuosos é tido também como um movimento social.

A confirmação para sua concepção do homem primitivo, ou sem nenhum cunho civilizatório, era procuradoa por eles na história: o passado germânico, traços mitológicos nórdicos e a Idade Média são pesquisados e literariamente assimilados e empregados nos textos. Neles são procuradas também formas literárias genuínas do espírito primitivo dos tempos mais antigos. Cresce o interesse pela canção popular e pelos épicos dos círculos culturais do norte da Europa, em especial os supostos antigos textos de Ossias, que eram muito apreciados. J. G. Herder é um dos primeiros escritores que, com pesquisas e coleções sobre a história da canção popular, cria antológicos textos. Descobre e edita – em parte imitados ou até falsificados. Herder escreveu uma vez que, quem se ocupava com a literatura de um país, não deveria deixar de observar sua língua (...): o gênio da língua era o gênio da literatura de uma Nação.

Os tempestuosos e impetuosos procuram a percepção e apresentação de uma realidade atual e histórica, para anunciar e criticar nisso as consciências humanas, maneiras ou modos alheados. A literatura se torna o meio para a apresentação crítica, distanciada da realidade. Com isso, agora, não mais são utilizados, como no Iluminismo, procedimentos regrados e filosoficamente bem fundados, assim como procedimentos de retórica bem controlados, da imitação da natureza, mas sim formas aparentemente sem arte. Sim, com toda exigência à apresentação fiel de uma comoção viva e de ações, a realidade empírica é também aqui forçosamente estilizada e bem artisticamente formada.
O meio estilístico utilizado tem como meta o essencial com uma ênfase à apresentação da emoção, do sentimento. Acompanhando isso vem o culto da genialidade, através de uma forma de vida única. O autor não se apresenta mais como alguém humilde, e sim de um modo que chama a atenção e um pouco petulante.

A crítica dos escritores mais velhos e calmos no país se direciona, pois também rapidamente são contra a própria apresentação sentida de um modo indesejável ou pesarosa dos gênios: esses escritores do período Tempestade e ímpeto acabavam sendo zombados, com seus textos exagerados e idéias fundamentais, como jovens pouco sérios e arredios.

Lírica e drama são mais freqüentemente representados nesse período da Tempestade e ímpeto do que o romance. Seus tratados ou teses inclinam-se mais para a forma de apresentação ensaística e prática.

E-mails para a coluna:
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