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EDIÇÃO 9 30 de abril de 2004
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POESIAS DE GOETHE E SCHILLER

Carlos Bechtinger
Aluno do 5º período do curso de Letras - campus Rebouças
Leciona alemão e faz traduções

POEMA DE GOETHE 1

Der Schatzgräber-1797

Arm am Beutel, krank am Herzen,
Schleppt ich meine langen Tage.
Armut ist die größte Plage,
Reichtum ist das höchste Gut!
Und zu enden meine Schmerzen,
Ging ich, einen Schatz zu graben.
"Meine Seele sollst du haben!"
Schrieb ich hin mit eignem Blut.

Und so zog ich Kreis' um Kreise,
Stellte wunderbare Flammen,
Kraut und Knochenwerk zusammen:
Die Beschwörung war vollbracht.
Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze:
Schwarz und stürmisch war die Nacht.

Und ich sah ein Licht von weiten,
Und es kam gleich einem Sterne
Hinten aus der fernsten Ferne,
Eben als es zwölfe schlug.
Und da galt kein Vorbereiten.
Heller ward's mit einem Male
Von dem Glanz der vollen Schale,
Die ein schöner Knabe trug.

Holde Augen sah ich blinken
Unter dichtem Blumenkranze;
In des Trankes Himmelsglanze
Trat er in den Kreis herein.
Und er hieß mich freundlich trinken;
Und ich dacht: Es kann der Knabe
Mit der schönen, lichten Gabe
Wahrlich nicht der Böse sein.

"Trinke Mut des reinen Lebens!
Dann verstehst du die Belehrung,
Kommst, mit ängstlicher Beschwörung,
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens.
Tages Arbeit! Abends Gäste!
Saure Wochen! Frohe Feste!

O escavador de tesouros

De bolsa desprovida e coração sofrido,
Arrastava a minha triste vida
A maior das desditas é ser pobre
Riqueza é o soberano bem
Para acabar com meus padecimentos
À cata de um tesouro me enlevei
E tê-lo-ás, minha alma! assim clamando,
Com o meu próprio sangue o atestei

No lugar propício já chegado
Signos e mais signos mágicos tracei
Acendendo vivas labaredas,
Ossos e ervas mágicas reunindo
A invocação completei
Seguindo o rito, fiel ao roteiro.
Cavei o chão da terra fria,
Em busca do tesouro ambicionado
Feia era a noite, tempestuosa e negra.

Ao ressoar da meia-noite
Vi surgir do bojo da treva imensa
Uma luz resplandecente
Vindo em minha direção
Qual estrela alvinitente
Rasgando a escuridão.
Num abrir e fechar de olhos, num repente
Banhou-me fúlgido clarão
Brotando da taça refulgente
Que um moço de belo aspecto
Formoso, trazia na mão.

Vi que seus olhos brilhavam
Cheios de benevolência,
Sob uma coroa de flores
Vi que ele vinha com uma luz divina,
Transpor o círculo da força mágica.
E assim o fez, para depois,
Bondosamente, convidar-me para beber
Daquela taça.
Pensei comigo: não é possível
Que um moço tão carinhoso,
Radiando luz e tão formoso,
Dos domínios do mal seja um enviado.

- Ó meu amigo, bebe entusiasmo para sua vida
que só assim hás de chegar à compreensão
e assim fazendo, jamais aqui retornarás,
cheio de medo a estes lugares tortuosos,
para estas coisas de invocação!
Larga mão de escavar nesse vazio
Outra seja a tua forma de viver:
Durante o dia – trabalho.
Ao vir da noite – sossego, visitas e distrações
Árduas semanas de lutas, às vezes festa e alegria,
Tal seja, daqui por diante,
O teu rito de magia.

POEMA DE GOETHE 2
Nur wer die Sehnsucht kennt

Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiss,was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh ich ans Firmament
Nach jener Seite.

Ach!der mich liebt und kennt
Ist in der Weite.
Es scwwindelt mir,es brennt
Mein Eigenweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiss,was ich leide!

Só quem já sentiu saudade

Só quem já sentiu saudade,
Quanto sofro há de entender:
Sozinha aqui, longe vivo
De todo e qualquer prazer.
Nos céus meu olhar fixado,
Um só lado quer rever.
Ai! Quem me ama e de mim sabe
Mui distante foi viver.
O tempo todo estonteada,
As entranhas a me arder:
Só quem já sentiu saudade,
Quanto sofro há de entender!

Erster Verlust (1785-1786)

Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene Tage der ersten Liebe,
Ach, wer bringt nur eine Stunde
Jener holden Zeit zurück!

Einsam nähr ich meine Wunde,
Und mit stets erneuter Klage
Traur' ich ums verlorne Glück.
Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene holde Zeit zurück!

A primeira perda

Oh! se tornar pudésseis, belos dias ,
Ditosos dias do primeiro amor!
Ah! Se pudesse voltar, um só momento,
A vida que foi sonho encantador!
Desolado, alimento hoje a ferida (saudade)
E, com suspiros sempre renovados,
Choro a ventura extinta que gozei
Voltai, voltai de novo, dias felizes
Daqueles belos tempos em que amei

Auszüge aus den römischen Elegien* - 1788-1795

V

Froh empfind ich mich nun auf klassischem Boden
begeistert;
Vor- und Mitwelt spricht lauter und reizender mir.
Hier befolg ich den Rat, durchblättre die Werke der
Alten
Mit geschäftiger Hand, täglich mit neuem Genuß.
Aber die Nächte hindurch hält Amor mich anders
beschäftigt;
Werd ich auch halb nur gelehrt, bin ich doch doppelt
beglückt.
Und belehr ich mich nicht, indem ich des lieblichen
Busens
Formen spähe, die Hand leite die Hüften hinab?
Dann versteh ich den Marmor erst recht; ich denk und
vergleiche,
Sehe mit fühlendem Aug, fühle mit sehender Hand.
Raubt die Liebste denn gleich mir einige Stunden des
Tages,
Gibt sie Stunden der Nacht mir zur Entschädigung
hin.
Wird doch nicht immer geküßt, es wird vernünftig
gesprochen;
Überfällt sie der Schlaf, lieg ich und denke mir viel.
Oftmals hab ich auch schon in ihren Armen gedichtet
Und des Hexameters Maß leise mit fingernder Hand
Ihr auf den Rücken gezählt. Sie atmet in lieblichem
Schlummer,
Und es durchglühet ihr Hauch mir bis ins Tiefste die
Brust.
Amor schüret die Lamp indes und denket der Zeiten,
Da er den nämlichen Dienst seinen Triumvirn getan.

Extractos das elegias romanas -1788-1795

Aqui, nesta clássica terra, alegro-me. O mundo antigo e o
Moderno me falam com doces e claras palavras. Aqui sigo o
Preceito, e com a mão jovial folheando as obras muito antigas, experimento agora um
Prazer novo. Mas, pela noite, Amor me atrai a outros afazeres. Jamais serei completamente
Douto, em contrapartida me sinto duplamente feliz.
Aprender jamais, talvez, se olho os belos seios ou se modelo ligeiramente
Com a mão os seus flancos. Só naquele momento compreendo o mármore, reflito, comparo e vejo com olhar que sente e sinto com mão que vê. Se minha amiga
me rouba mais de uma hora durante o dia, como troca, me concede depois as horas noturnas.
Nem sempre nos beijamos. Às vezes falamos seriamente. Depois, se ela adormece, perto dela
Medito. Entre os seus deliciosos braços muitas vezes eu compus mais do que um verso e delicadamente sobre as suas costas com o dedo contei as partes do verso. Ela respira apenas, no sono, e seu respirar me
Penetra até o fundo do meu coração. Entretanto, Amor alimenta a chama e pensa no tempo em que costumava ter a mesma imcumbência

Schiller

Friedrich von Schiller wurde 1759 in dem Städtchen Marbach am Neckar in der Nähe von Stuttgart geboren. Sein Vater war ein einfacher Offizier im Dienst des Herzogs von Württemberg. Schiller hing sehr an seiner Mutter. Sie war eine stille, fromme Frau. Deshalb wollte er als Kind auch Pfarrer werden

Um das Jahr 1800 war Deutschland in viele einzelne Staaten aufgeteilt. Diese wurden außerdem noch von Napoleon beherrscht. Schon mit 13 Jahren mußte Schiller sein Elternhaus verlassen. Auf Befehl des Herzogs von Württemberg mußte er von jetzt an eine Militärakademie bei Stuttgart besuchen, also eine Schule für zukünftige Soldaten. Hier blieb er acht Jahre. Er kam sich an dieser Schule wie in einem Gefängnis vor. Denn die Schüler dort hatten wenig Freiheit, sie wurden zum Gehorsam gezwungen.

Aus dieser Zeit stammt Schillers Liebe zur Freiheit. Er schrieb heimlich in diesen Jahren sein erstes Schauspiel "Die Räuber". In diesem Drama ruft er zum Kampf gegen alle Tyrannen und Diktatoren auf. Das waren damals manche der deutschen Fürsten, wobei es allerdings auch gute unter ihnen gab. Napoleon war später ein besonderer Diktator. Nach Beendigung der Schulzeit wurde Schiller ein einfacher Militärarzt, denn er hatte auf der Schule etwas Medizin lernen müssen. Dieser Beruf machte ihm aber überhaupt keine Freude.Schiller hat einmal folgendes geschrieben: "Ich schreibe als Weltbürger, der keinem Fürsten dient. Frühe verlor ich mein Vaterland, um es gegen die große Welt auszutauschen, die ich nur eben durch die Fernröhre kannte". Die Dichter des Sturm und Drang feierten die stürmischen Gefühlsausbrüche Werthers,seine grenzenlose Sehensucht nach Identität mit der Natur. Mit seinem Freitod hatte Werther das Recht auf Eigengesetzgebung bis zur letzten Konsequenz verwirklicht;Das führte zu einem "Werther-Fieber". Werthers berufliche Untätigkeit und seine unerlaubte Liebe zu Lotte. Der übersensible Werther(Figur der Empfindsamkeit)lebt nach seinen eigenen Vorstellungen und Gesetzen (Aufklärisch). Der Roman ist eine tragische Liebsgeschichte.. Ein seltsamer Mißverstand der Natur hat mich in meinem Geburtsort zum Dichter verurteilt. Neigung für Poesie beleidigte die Gesetze des Instituts, worin ich erzogen ward, und widersprach dem Plan seines Stifters. Acht Jahre rang mein Enthusiasmus mit der militärischen Regel; aber Leidenschaft für die Dichtkunst ist feurig und stark, wie die erste Liebe"

Schiller

Friedrich von Schiller nasceu na cidadezinha de Marbach, no Neckar, próximo de Stuttgart, em 1759. Seu pai era um simples oficial em serviço do Duque de Württemberg. Schiller era muito ligado a sua mãe. Ela era uma mulher piedosa e calma. Quando criança, queria se tornar um padre.

Por volta do ano de 1800, a Alemanha estava distribuída em vários estados. E esses estados ainda foram além disso, dominados por Napoleão. Já com 13 anos, Schiller deveria deixar a casa de seus pais. Por ordem do Duque de Württemberg, ele deveria de agora em diante entrar numa academia militar próxima a Estugarda (Stuttgart), isso quer dizer, uma escola para futuros soldados, onde ficou por oito anos. Ele sentia-se nessa escola como numa prisão, pois os alunos tinham pouca liberdade. Eles eram forçados a uma obediência severa.

Nessa época surgiu o amor de Schiller pela liberdade. Ele escrevia escondido nesses anos sua primeira peça, Os ladrões. Nesse drama, ele invocava para a luta contra todos os tiranos e ditadores. Estes eram, naquele tempo, vários dos príncipes alemães, entre os quais havia também bons príncipes. Napoleão foi mais tarde um ditador especial.

Depois do término do período escolar, Schiller se tornou um simples médico militar, pois ele devia na escola aprender algo de medicina. Essa profissão não deu a ele absolutamente nenhuma satisfação. Schiller uma vez escreveu o seguinte: "Eu escrevo como cidadão do mundo, que não serve à nenhum Príncipe. Cedo perdi minha terra natal, para trocar com o grande mundo, que eu apenas conhecia através dos telescópios".

Os poetas da "Tempestade e ímpeto" comemoravam o impetuoso sentimento de rebento de Werther, a sua ilimitada ânsia pela identidade com a natureza. Com seu suicídio, Werther teve realizado o direito a legislação própria até a última conseqüência; isso conduziu a uma febre, chamada "Werthérisme", na Europa. A febre de Werther – sua falta de atividade profissional, seu amor não permitido a Lotte. O Werther super sensível (figura da sensibidade) viveu segundo seus próprios conceitos e leis (Iluminismo). O romance é uma história trágica de amor. Não diferente foi Schiller:

"Oito anos com regras militares abafaram meu entusiasmo; mas a compaixão pela arte da poesia ainda está latente em mim, queimando e muito forte, como o primeiro amor".

Der Abend

Nach einem Gemälde

Senke, strahlender Gott, die Floren dürsten
Nach erquickendem Tau, der Mensch verschmachtet,
Matter ziehen die Rosse,
Senke den Wagen hinab.

Siehe, wer aus des Meers kristallner Woge
Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?
Rascher fliegen die Rosse,
Tethys, die göttliche, winkt.

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme
Springt der Führer, den Zaum ergreift Kupido,
Stille halten die Rosse,
Trinken die kühlende Flut.
An dem Himmel herauf mit leisen Schritten
Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süße
Liebe. Ruhet und liebet,
Phöbus, der liebende, ruht.

À noite

Faz baixar, radiante deus – há campos sedentos
Do frescor do orvalho, homens tombam combalidos,
lassos se deslocam os corcéis –
Vem, faz baixar à terra o teu carro.

Vê quem, das ondas cristalinas do mar,
Meiga, a sorrir te acena! O imo te diz quem é?
Mais céleres voam os corcéis,
Vê, Tétis, a divina, te acena.

Rápido, o condutor logo do carro desce,
nos braços dela cai, Cupido assume a rédea,
Inertes se mantêm os corcéis,
se embebem da torrente a frescura

Pelos céus a se alçar, em seu silencioso passo,
Baixa, olorosa, a noite; a ela se segue o lasso
Amor, Ah, sim, repousai e amai!
Febo, o amante, a repousar está.

NOTAS:

• Tétis: divindade marinha, filha de Nereu.

• Febo: apelido dado a Apolo, que significa "O brilhante".

E-mails para a coluna:
r-bechtinger@ig.com.br